Am 6. Februar 2026 veröffentlichte der Administrator der U.S. Umweltbehörde (EPA), Lee Zeldin, eine bedeutende Aktionsliste mit Maßnahmen, die die Behörde im ersten Jahr der Trump-Administration ergreifen wird, um die Risiken durch per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) zu adressieren und so zum Ziel "Amerika wieder gesund machen" beizutragen.
Fünf zentrale Aktionsbereiche
1. Chemikalienregulierung
- Regulierung neuer und bestehender Chemikalien gemäß dem Toxic Substances Control Act (TSCA), wobei Unternehmen verpflichtet werden, Sicherheitsdaten bereitzustellen und schädliche Verwendungen eingeschränkt werden.
2. Trinkwasserstandards
- Festlegung von Schutzstandards gemäß dem Safe Drinking Act und landesweite Überwachung der Wasserversorgungssysteme.
3. Sanierung kontaminierter Standorte
- Sanierung von Standorten, an denen die Kontamination sichere Werte überschreitet, geleitet durch Gesetze wie das Superfund-Gesetz.
4. Kontrolle industrieller Verschmutzung
- Kontrolle von Luft- und Wasserverschmutzung durch industrielle Quellen gemäß dem Clean Air Act und Clean Water Act.
5. Fortschrittliche Forschung
- Verbesserung des Verständnisses von Tausenden PFAS-Verbindungen und Entwicklung neuer Behandlungstechnologien.
Fortschritte bei der PFAS-Erkennung
Zwei grundlegende Nachweismethoden:
- Gezielte Analyse: Misst spezifische PFAS-Verbindungen aus einer bekannten Liste mit hoher Präzision.
- Nicht-zielgerichtete Analyse: Verwendet fortschrittliche Instrumente, um sowohl bekannte als auch unbekannte PFAS für eine umfassende Kontaminationsbewertung zu erkennen.
Mehrdimensionale Nachweisansätze:
1. Trinkwasser:
- Die EPA verwendet drei primäre Labormethoden zur Erkennung von PFAS im Leitungswasser, alle mit hochsensiblen Instrumenten, die Spurengenauigkeit ermöglichen. Eine Methode misst 18 PFAS, darunter eine Chemikalie, die mit GenX verwandt ist. Eine zweite, ältere Methode misst 14 PFAS und wird hauptsächlich für historische Referenzen verwendet. Eine dritte Methode nutzt fortschrittliche Konfigurationen, um 25 PFAS zu messen und die Genauigkeit zu verbessern.
2. Oberflächenwasser:
- Die EPA hat Methoden zur Erkennung von PFAS in Oberflächenwasser, Abwasser und Feststoffen entwickelt. Eine Methode misst 24 PFAS in nicht trinkbarem Wasser (z. B. Grundwasser, Flüsse, Seen und Abwasser). Eine weitere Methode, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem US-Verteidigungsministerium, misst 40 PFAS in Abwasser, Oberflächenwasser, Grundwasser, Boden, Schlamm, Sediment, Deponiesickerwasser und sogar in Fischgewebe.
3. Luft:
- Die EPA entwickelt Methoden zur Messung von PFAS, die aus Fabriken und anderen Anlagen in die Luft gelangen. Eine Luftnachweismethode misst 50 PFAS, die an Partikel gebunden oder halbfestflüchtig sind. Eine andere Methode verwendet spezielle Metallbehälter, um 30 volatilere PFAS zu messen.

