Am 21. Juli 2026 veröffentlichte die britische Health and Safety Executive (HSE) ihre Stellungnahme zum Beschränkungsvorschlag für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) in Feuerlöschschäumen und leitete damit offiziell eine 60-tägige öffentliche Konsultation ein. Die Konsultation endet am 7. September 2026.
Wichtigste Schlussfolgerung
In ihrer Stellungnahme stellt die HSE ausdrücklich fest, dass die Verwendung von PFAS in Feuerlöschschäumen Risiken für die Umwelt und die menschliche Gesundheit (über Umweltpfade) birgt und dass bestehende Regulierungsmaßnahmen nicht ausreichen, um dieses Risiko angemessen zu kontrollieren. Die Behörde empfiehlt die Umsetzung einer Beschränkung im Rahmen der UK-REACH-Verordnung in Großbritannien (GB).
Drei Beschränkungsoptionen
Die HSE hat drei Beschränkungsoptionen vorgeschlagen, wobei die Kernunterschiede in der Behandlung ungenutzter Bestände und Abfälle liegen:
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Option |
Kernmaßnahmen |
30-Jahre-Emissionsreduktion |
Geschätzte Kosten |
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RO1 |
Verbot des Inverkehrbringens und der Verwendung von PFAS-Feuerlöschschäumen ≥1 mg/L, mit Übergangsfristen und Managementplänen |
529 Tonnen (35 %) |
£613 Millionen |
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RO2a |
RO1 + verpflichtende Sammlung und Hochtemperaturverbrennung ungenutzter Bestände |
1.368 Tonnen (91 %) |
£696 Millionen |
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RO2b |
RO2a + Ausweitung auf PFAS-haltige Abfälle und Abwässer aus der Nutzung |
1.422 Tonnen (94 %) |
£704 Millionen |
Die HSE empfiehlt Option RO2a, da sie das optimale Gleichgewicht zwischen Kosteneffizienz und Emissionsreduktionsergebnissen bietet.
Branchenspezifische Übergangsfristen
Um die Brandsicherheit während des Übergangs nicht zu gefährden, hat die HSE differenzierte Übergangsfristen für verschiedene Sektoren festgelegt:
- Tragbare Feuerlöscher: 6 Monate für das Inverkehrbringen / 5 Jahre für die Nutzung
- Feuerwehr- und Rettungsdienste: 18 Monate (verlängerbar auf 10 Jahre für COMAH-Standorte)
- Zivile Luftfahrt: 5 Jahre
- Verteidigung (landgestützt): 5 Jahre
- Petrochemische/chemische COMAH-Anlagen: 10 Jahre (komplexeste Nachrüstanforderungen)
- Offshore-Öl- und Gasanlagen: 10 Jahre (Herausforderungen umfassen Platzbeschränkungen und Meerwasserkompatibilität)
- Zivile/militärische Schiffe: 10 Jahre (zur Angleichung an die Trockendock-Wartungszyklen)
Öffentliche Konsultation
Diese Konsultation erbittet ausschließlich Beiträge zu sozioökonomischen Faktoren. Die HSE begrüßt insbesondere Informationen und Nachweise zu:
- Konkrete Daten zu Umstellungskosten
- Technische Machbarkeit und Verfügbarkeit alternativer Schäume
- Entsorgungskapazität und -kosten der Hochtemperaturverbrennung (HTI)
- Praktische Herausforderungen der Umstellung in verschiedenen Sektoren

