Am 26. Januar 2026 gab die Nationale Umweltschutzbehörde Singapurs (NEA) eine offizielle Mitteilung heraus, in der sie erklärte, dass sie im Einklang mit ihren Verpflichtungen aus dem Stockholmer Übereinkommen ein landesweites Verbot für die Herstellung, den Import und Export von drei spezifischen Kategorien persistenter organischer Schadstoffe (POPs) und verwandten Produkten mit Wirkung zum 16. Dezember 2026 verhängen wird.
Die spezifischen Chemikalien, die diesem Verbot unterliegen, umfassen:
- Chlorpyrifos
- Mittelkettige chlorierte Paraffine mit Kettenlängen von mindestens C14, aber nicht mehr als C17 (MCCPs) und Chlorierungsgraden ≥ 45 % Chlor nach Gewicht
- Lang‑ketten Perfluorcarbonsäuren mit Kettenlängen von mindestens C9, aber nicht mehr als C21, deren Salze und verwandte Verbindungen (LC‑PFCAs)
Hintergrund
Singapur ist Vertragspartei des Stockholmer Übereinkommens, das darauf abzielt, die Produktion und Verwendung von POPs zu eliminieren oder einzuschränken. Auf der zwölften Tagung der Vertragsparteienkonferenz des Übereinkommens im Jahr 2025 wurden die oben genannten Chemikalien offiziell in Anhang A (die Liste zur Eliminierung) des Übereinkommens aufgenommen, wobei spezifische Ausnahmen für bestimmte Verwendungen erlaubt sind. Die Mitteilung der entsprechenden Änderungen wurde formell am 16. Dezember 2025 hinterlegt. Gemäß den Bestimmungen des Übereinkommens treten diese Änderungen für alle Vertragsparteien ein Jahr nach dem Mitteilungsdatum in Kraft, also am 16. Dezember 2026.
Übergangsregelungen und anschließende Bewertung
Die Ankündigung weist darauf hin, dass bestehende Bestände der genannten Chemikalien und verwandter Produkte, die Unternehmen vor dem Wirksamkeitsdatum (16. Dezember 2026) legal importiert haben, auch nach Inkrafttreten des Verbots noch verkauft werden dürfen.
Darüber hinaus prüft die NEA, ob die im Stockholmer Übereinkommen festgelegten Ausnahmeregelungen für bestimmte Verwendungen dieser Chemikalien auf die lokalen Industrien in Singapur anwendbar sind. Die NEA hat sich verpflichtet, zu gegebener Zeit weitere Details zu den lokal geltenden endgültigen Ausnahmen (sofern vorhanden) bereitzustellen.
Die Einführung dieses Verbots stellt einen bedeutenden Schritt für Singapur dar, um das Management der Chemikaliensicherheit zu stärken, die Umwelt und die öffentliche Gesundheit zu schützen. Es spiegelt auch das Engagement des Landes wider, aktiv am Stockholmer Übereinkommen teilzunehmen und dieses strikt durchzusetzen. Relevante Industrien und Unternehmen werden geraten, die weiteren Anweisungen genau zu verfolgen und ihre Abläufe sowie Lieferketten proaktiv anzupassen, um einen reibungslosen Übergang und die vollständige Einhaltung der neuen regulatorischen Anforderungen sicherzustellen.
