Am 25. Februar 2026 veröffentlichte Kanada im Amtsblatt Änderungen des Canadian Environmental Protection Act, 1999 (CEPA), der Exportkontrollliste (ECL). Die Überarbeitungen fügen neue kontrollierte chemische Substanzen hinzu, um Kanadas Einhaltung seiner internationalen Verpflichtungen gemäß der Rotterdam-Konvention und der Stockholm-Konvention sicherzustellen.
Wesentliche Änderungen
1. Neue kontrollierte Substanzen
Ergänzungen zu Teil 2 (erfordern vorherige informierte Zustimmung der Importländer):
- Hexabromcyclododecan (HBCD): Ein Flammschutzmittel, das unter anderem in Dämmstoffschaum für Gebäude verwendet wird.
- Perfluoroctansäure (PFOA), ihre Salze und Vorläufer: Verwendet in wasser- und ölabweisenden Produkten.
- Polybromierte Diphenylether (PBDEs): Flammschutzmittel, die in Möbeln, Elektronik usw. verwendet werden.
- Phorat: Von Teil 3 zu Teil 2 verschoben (aufgrund der Aufnahme in Anhang III der Rotterdam-Konvention).
Ergänzungen zu Teil 3 (inländisch eingeschränkte Verwendung):
- Langkettige perfluorcarbonsäuren (LC-PFCAs, C9–C21): Verwendet in Halbleitern, Löschschaum usw.
- Ferbam: Ein Fungizid, das aufgrund von Gesundheitsrisiken verboten wurde.
- Dechlorane Plus (DP): Ein Flammschutzmittel, dessen Kontrollen um 5 Jahre verzögert werden (wirksam etwa ab 2030).
2. Änderungen an bestehenden Einträgen
Technische Überarbeitungen wurden an mehreren bestehenden Einträgen in Anhang 3 vorgenommen, darunter:
- Aktualisierte Beschreibungen von Substanzen wie polybromierten Biphenylen und polychlorierten Terphenylen.
- Klarstellung der CAS-Nummern für bestimmte Chemikalien.
- Angleichung an die Rotterdam-Konvention, Stockholm-Konvention und nationale Vorschriften.
Wirksamkeitsdaten
Die meisten Änderungen treten gleichzeitig mit den Verordnungen zum Verbot bestimmter toxischer Stoffe, 2025 in Kraft. Die Kontrollen für Dechlorane Plus (DP) werden um 5 Jahre verzögert, um mit den Ausnahmeregelungen der nationalen Vorschriften übereinzustimmen.
