UK REACH ATRm-Politikanpassung: Aufhebung der Anforderung zur Einreichung zusätzlicher Verwendungs- und Expositionsinformationen

07. April 2026
Vereinigtes Königreich
UK REACH
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Am 30. März 2026 veröffentlichte das britische Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (Defra) die Regierungsantwort zur Konsultation über das UK REACH Alternative Transitional Registration Model (ATRm) und kündigte die Streichung der ursprünglich geplanten Anforderung an Unternehmen an, zusätzliche Verwendungs- und Expositionsinformationen einzureichen.

Politischer Hintergrund

UK REACH ist die wichtigste britische Verordnung zur Regelung der Herstellung, Lieferung und Verwendung von Chemikalien. Die Registrierung ist ihre Kernfunktion und folgt dem Prinzip "keine Daten, kein Markt". Vor dem Brexit waren etwa 20.000 Stoffe unter EU REACH registriert, diese Daten wurden jedoch nicht an die britische Regulierungsbehörde (HSE) übertragen, was eine "Übergangsregistrierung" erforderlich machte. Vom 16. Mai bis 25. Juli 2024 führte Defra eine Konsultation mit Interessengruppen zum UK REACH ATRm durch und erhielt insgesamt 241 Antworten.

Kernanpassungen am ATRm

  1. Anforderungen an Gefahreninformationen
    • Registranten müssen nur Gefahrenabschlüsse einreichen, nicht vollständige Gefahren-Datensätze
    • Einführung eines Mechanismus für Übergangsbewertungen, der es den Regulierungsbehörden ermöglicht, bei Bedarf Gefahreninformationen nach Tonnageband anzufordern
    • Status: Beibehalten – Im Einklang mit den Vorschlägen im Konsultationsdokument
  2. Verwendungs- und Expositionsinformationen
    • Wesentliche Anpassung: Die im Konsultationsverfahren vorgeschlagenen zusätzlichen Anforderungen an Verwendungs- und Expositionsinformationen werden nicht umgesetzt
    • Registranten müssen nur Verwendungs- und Expositionsinformationen gemäß den bestehenden UK REACH-Vorschriften (hauptsächlich Anhang VI) einreichen
    • Begründung: Angesichts der zukünftigen Ausrichtung von UK REACH würden die zusätzlichen Anforderungen unnötige regulatorische Belastungen verursachen
  3. Chemische Sicherheitsbewertung (CSA) und Chemischer Sicherheitsbericht (CSR)
    • Der CSR stellt die Gefahreninformationen des Stoffes dar und bestimmt somit, ob der Registrant Expositions- und Risikoabschätzungen durchführen muss
    • Er umfasst sowohl die Schlussfolgerungen der Gefahrenbewertung als auch die für die Expositionsbewertung und Risikobewertung erforderlichen Daten
    • Status: Beibehalten – Im Einklang mit den Vorschlägen im Konsultationsdokument
  4. Stoffgruppen, Datenaustausch und gemeinsame Einreichung
    • Registranten sollten Stoffgruppen beitreten, um Vereinbarungen zu Gefahrenabschlüssen, Datenaustausch und gemeinsamen Einreichungen zu erleichtern
    • funktioniert ähnlich wie die "Substance Information Exchange Forums" (SIEFs) der EU
    • Status: Beibehalten – Im Einklang mit den Vorschlägen im Konsultationsdokument

Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen

Bereich

Ursprünglicher Vorschlag

Endgültige Regierungsentscheidung

Gefahreninformationen

Gefahrenabschlüsse einreichen

 Beibehalten

Verwendungs- und Expositionsinformationen

Zusätzliche detaillierte Daten erforderlich

 Abgesagt – Nur Einhaltung bestehender Vorschriften

CSA & CSR

Vereinfachte Meldepflichten

 Beibehalten

Stoffgruppen

Einrichtung eines SIEF-ähnlichen Mechanismus

 Beibehalten

Strategische Ausrichtung

Die Regierung hat klargestellt, dass UK REACH zukünftig:

  • Sich an EU-Entscheidungen anpasst: Regulatorische Entscheidungen der EU und anderer vertrauenswürdiger Rechtsordnungen als Ausgangspunkt verwendet, sofern kein zwingender Grund für Abweichungen besteht
  • Beschleunigung der Umsetzung von Schutzmaßnahmen: Neue Schutzmaßnahmen schneller und effizienter durch Nutzung von EU-Bewertungen anwendet
  • Handelshemmnisse abbaut: Probleme adressiert, die sich aus einem langsameren Betrieb von UK REACH im Vergleich zu EU REACH nach dem Brexit ergeben
  • Tierversuche reduziert: Die Entwicklung und Anwendung alternativer Methoden durch eine ressortübergreifende Strategie beschleunigt

Nächste Schritte

  • Die Regierung wird zur geeigneten Zeit Gesetzgebungen vorantreiben, um sicherzustellen, dass die Industrie die aktualisierten Registrierungsfristen einhalten kann
  • Vorschläge zur Verbesserung der Beschränkungsverfahren und Optimierung der Meldeprozesse werden 2026 in ein umfassenderes UK REACH-Reformpaket aufgenommen
  • Die Regierung erkennt die Unsicherheit der Unternehmen an, die auf die Bestätigung der endgültigen Anforderungen warten, und verpflichtet sich, so bald wie möglich Klarheit zu schaffen

 

Weitere Informationen

UK Gov.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bittechemicals@cirs-group.com

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