ECHA veröffentlicht Fünfjahresbericht zur Durchführung der REACH- und CLP-Verordnungen

05. June 2026
EU
CLP
REACH
Favorit
Teilen
Entdecken Sie exklusive Inhalte und Vorteile? Melden Sie sich noch heute kostenlos an!

Im Juni 2026 veröffentlichte die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) den REACH- und CLP-Verordnungen-Betriebsbericht (2026), der die Umsetzung der EU-Chemikaliengesetzgebung im Zeitraum 2021–2025 zusammenfasst. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die REACH- und CLP-Systeme in den letzten fünf Jahren im Allgemeinen wirksam und zunehmend ausgereift waren. Durch digitale Werkzeuge (wie die 2024 gestartete ECHA CHEM-Datenbank), systematische Überprüfungen und verbesserte Daten wurde die Identifizierung und Regulierung von Hochrisikostoffen beschleunigt. Das System steht jedoch weiterhin vor erheblichen Herausforderungen in Bezug auf Datenqualität, Arbeitsbelastung der wissenschaftlichen Ausschüsse und Durchsetzungskoordination. Als Reaktion auf diesen Bericht bietet die CIRS Group die folgenden Zusammenfassungen für jeden Geschäftsbereich.

Bereich

Wichtigste Erfolge

Herausforderungen/Zukünftige Richtungen

Registrierung

Stabiles Registrierungsvolumen: In fünf Jahren wurden rund 18.911 Erstregistrierungen und 45.189 Dossieraktualisierungen eingereicht, im Durchschnitt etwa 3.800 Erstregistrierungen pro Jahr. Die Registrierung neuer Stoffe liegt im Durchschnitt bei 361 pro Jahr, was zeigt, dass die EU weiterhin ein wichtiger Innovationsstandort ist.

Veränderte Rollen in der Lieferkette: Der Anteil von Importeuren und Alleinvertretern (ORs) ist gestiegen (insgesamt 81 %), während der der EU-Hersteller zurückgegangen ist, Hersteller machen jedoch weiterhin 45 % der Registrierungen neuer Stoffe aus.

Unzureichende Informationen für einige Stoffgruppen; Herausforderungen mit Opt-out-Mechanismen bei gemeinsamen Einreichungen und Ablauf des Datenschutzes.

Bewertung

Abschluss der Überprüfung aller Dossiers mit hohen Tonnagen; laufende Stoffbewertung.

Konformitätsprüfungen (CCH): Über 10.000 Dossiers in fünf Jahren bewertet, 1.198 Entscheidungen erlassen, die 6.693 zusätzliche Informationen erforderten. Die Abdeckung von Stoffen mit hohen Tonnagen (>100 Tonnen) erreichte 34,5 %.

Stoffbewertung (SEv): Neue Fälle deutlich zurückgegangen (durchschnittlich 7,2 pro Jahr), aber veröffentlichte Schlussfolgerungen gestiegen (durchschnittlich 24,2 pro Jahr), Rückstände weitgehend abgebaut. In etwa 50 % der Fälle waren zusätzliche Informationen erforderlich, hauptsächlich zu PBT/vPvB, endokrinen Disruptoren und Mutagenität.

Erhebliche Nichteinhaltung in vielen Dossiers; Rückstand bei Folgemaßnahmen; schwerwiegender Mangel an toxikologischen Daten für Nanoformen, die meisten Registranten erfüllen ihre Verpflichtungen nicht.

Zulassung

Kandidatenliste (SVHC): 44 neue besonders besorgniserregende Stoffe hinzugefügt, insgesamt 253. Die meisten Einträge beruhten auf Reproduktionstoxizität oder hoher Persistenz/Bioakkumulation.

Zulassungsliste: Drei Empfehlungsrunden abgeschlossen, 19 Stoffe zur prioritären Aufnahme in Anhang XIV empfohlen.

Zulassungsanträge: Rund 230 Anträge eingegangen, fast 90 % betreffen Chrom(VI) (Cr(VI)), was aufgrund von Einzelanträgen nachgeschalteter Anwender nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu einem erheblichen Rückstand führte.

Arbeitsrückstand aufgrund der Zunahme von Kandidatenstoffen und komplexen Anträgen

Beschränkungen

14 Beschränkungsdossiers eingegangen (8 von Mitgliedstaaten, 6 von der ECHA erstellt), der Ausschuss hat 11 Stellungnahmen abgeschlossen. Besonders hervorzuheben ist der Vorschlag für eine 'universelle Beschränkung' von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) mit der höchsten je festgestellten Bewertungsarbeitslast.

Ein besser koordinierter Planungsmechanismus erforderlich, um die Vorhersagbarkeit für alle Beteiligten zu verbessern

Einstufung und Kennzeichnung (CLP)

Harmonisierte Einstufung: 202 Stoffe in fünf Jahren in CLP Anhang VI aufgenommen oder überarbeitet, darunter 63 als 1A/1B CMR (krebserzeugend, erbgutverändernd, fortpflanzungsgefährdend) eingestuft.

Neue Gefahrenklassen: 2023–2024 eingeführte neue Gefahrenklassen wie endokrine Disruptoren (ED), PBT/vPvB, PMT/vPvM wurden formell umgesetzt und treiben entsprechende Einstufungsarbeiten und Leitlinienaktualisierungen voran.

C&L-Verzeichnis: Im Mai 2025 zu ECHA CHEM migriert, umfasst Stoffe von 170.000 auf 360.000 und ist damit eine der weltweit größten GHS-Einstufungsdatenbanken.

Arbeitsgruppen und Expertenkapazitäten werden zunehmend wichtiger, Arbeitsbelastung steigt

Wissenschaftliche Ausschüsse

Produktion konsistenter und transparenter; verbesserte IT und Beteiligung der Interessengruppen

Arbeitsbelastung, Dossierkomplexität, Expositionsdatenlücken, abnehmende Anzahl von Mitgliedern

Durchsetzung

10 koordinierte Durchsetzungsprojekte in fünf Jahren, mehr als 20.000 Inspektionen, Schulung von über 1.000 Inspektoren;

32 % der importierten Gemische entsprechen nicht den Registrierungspflichten; hohe Nichteinhaltungsraten bei Sicherheitsdatenblättern (SDB), Online-Verkauf von Chemikalien und importierten Produkten.

Mitgliedstaaten müssen aktive Führung und Ressourceninvestitionen verstärken

Werkzeuge und Leitlinien

Bereitstellung von Leitfäden, Vorlagen und IT-Diensten für nachgeschaltete Anwender; Erkundung von KI-Anwendungen

Klarheit und Benutzerfreundlichkeit der Kommunikationswerkzeuge in der Lieferkette verbessern

ChemRadar Einblicke

Betroffene Unternehmen sollten umfassende REACH/CLP-Compliance-Audits durchführen, mit Schwerpunkt auf der Überprüfung der Dossiervollständigkeit, der Aktualität der Daten, des Status der gemeinsamen Registrierungsvereinbarung und der Kommunikationsprozesse in der Lieferkette, um die Übereinstimmung mit den digitalen Upgrades und integrierten regulatorischen Anforderungen der ECHA sicherzustellen.

CIRS Dienstleistungen

  • EU-REACH-Alleinvertreter (OR) Dienst
  • EU-REACH-Auskunftsdienst
  • EU-REACH-Registrierungsdienst
  • EU-REACH-Leitregistrant (LR) Dienst
  • Antwort auf Konformitätsprüfung des Leitregistrantendossiers
  • Konsortialmanagement
  • Antwort auf Konformitätsprüfung des gemeinsamen Registrierungsdossiers
  • Datenlückenanalyse-Dienst
  • Erstellung des Chemikaliensicherheitsberichts (CSR)
  • Erstellung des erweiterten Sicherheitsdatenblatts (eSDS)
  • Plattformdienst für das REACH-Compliance-Management der Lieferkette
  • SVHC-Meldedienst
  • Zulassungsantragsdienst
  • PPORD-Meldedienst
  • Erstellung von Ausnahmebescheinigungen

 

Weitere Informationen

ECHA

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bittechemicals@cirs-group.com

ChemRadar Copyright Disclaimers:

1. Alle Texte, Grafiken, Videos und Audios mit "Quelle: ChemRadar" auf dieser Website sind urheberrechtlich geschützt von ChemRadar. Ohne Genehmigung dürfen keine Medien, Websites oder Einzelpersonen Inhalte dieser Website reproduzieren, verlinken, verbreiten, veröffentlichen oder kopieren. Andere Medien oder Websites mit unserer Genehmigung müssen beim Herunterladen oder Verwenden relevanter Inhalte "Quelle: CIRS Group" angeben. Unbefugte Handlungen werden strafrechtlich verfolgt.

2. Texte und Grafiken auf dieser Website ohne "Quelle: ChemRadar" dienen der weiteren Information, implizieren jedoch nicht die Billigung der Ansichten oder die Echtheit der Inhalte. Andere Medien, Websites oder Einzelpersonen, die relevante Inhalte herunterladen oder verwenden, müssen die "Quelle" gemäß dieser Website angeben und die entsprechenden rechtlichen Verantwortlichkeiten tragen. Unbefugte Änderungen an "Quelle: ChemRadar" können strafrechtlich verfolgt werden. Bei Fragen zu relevanten Inhalten auf dieser Website kontaktieren Sie uns bitte.

3. Wenn durch reproduzierte Inhalte auf ChemRadar Urheberrechts- oder andere damit zusammenhängende Probleme auftreten, kontaktieren Sie uns bitte innerhalb von zwei Wochen.

Haftungsausschluss
1.
CIRS bemüht sich, den Inhalt dieser Website genau und aktuell zu halten. Allerdings übernimmt CIRS keine Garantien oder Zusicherungen hinsichtlich der Qualität, Genauigkeit, Vollständigkeit oder Zuverlässigkeit der auf der Website bereitgestellten Informationen.
2.
In keinem Fall übernimmt CIRS eine Verantwortung oder Haftung für irgendwelche Informationen auf dieser Seite oder für Ansprüche, Schäden oder Verluste, die sich daraus ergeben.
3.
CIRS behält sich das Recht vor, nach eigenem Ermessen jederzeit ohne Vorankündigung Teile der Informationen auf dieser Website zu ändern, zu modifizieren, hinzuzufügen oder zu entfernen.
icon-server
Heiße Services
message
in