Am 27. Februar 2026 veröffentlichte die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) ihre jährlichen Bewertungsstatistiken. Die Daten zeigen, dass zwischen 2009 und 2025 ECHA Compliance-Prüfungen für über 30 % der vor 2019 registrierten chemischen Stoffe mit einer jährlichen Tonnage von über 100 Tonnen abgeschlossen hat. Dies umfasste eine kumulative Überprüfung von 16.100 Registrierungsdossiers, die 2.380 Stoffe abdecken, was 23,5 % aller eingereichten Dossiers entspricht.
Arbeitsergebnisse im Jahr 2025
I. Fortschritte bei der Dossierbewertung
1. Durchführung der Compliance-Prüfung
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Prüfart |
Anzahl |
Abdeckung |
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Umfassende Compliance-Prüfung |
190 |
1.170+ Dossiers, 179 Stoffe |
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Gezielte Compliance-Prüfung |
24 |
- |
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Gesamt |
214 |
Fast 1.200 Dossiers, 196 Stoffe |
Wichtige Inspektionsziele:
- Hochrangige Gefährdungsendpunkte für Stoffe mit hoher Tonnage.
- Stoffe oder Stoffgruppen mit potenziellen Bedenken.
- Unternehmen, die gemeinsame Einreichungen verlassen und einzelne Dossiers eingereicht haben (13 Dossiers geprüft, 11 Stoffe abgedeckt, fast alle als nicht konform befunden).
2. Datenanforderungen und Schwerpunkte
ECHA forderte bedeutende Gefährdungsdaten an, um Bedenken bezüglich folgender Punkte zu klären:
- Gesundheitsgefährdungen für den Menschen
- Umweltgefährdungen
- Reproduktionstoxizität
- Mutagenität
3. Ergebnis der Dossierbewertung 2025
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Bewertungsart |
Anzahl |
Abdeckung |
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Umfassende Compliance-Prüfungen (CCHs) |
190 |
274 Stoffe |
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Prüfung von Testvorschlägen (TPEs) |
108 |
4. Getroffene Entscheidungen:
- Entscheidungen im Zusammenhang mit Compliance-Prüfungen: 208
- Entscheidungen zu Prüfungsanträgen: 115
- Insgesamt: 323 Entscheidungen
II. Fortschritte bei der Stoffbewertung
Im Jahr 2025 erzielte ECHA Fortschritte bei 43 Stoffen: Die bewertenden Mitgliedstaaten leiteten die Bewertung von 10 neuen Stoffen ein; ECHA traf 12 Entscheidungen zur Stoffbewertung und forderte für 18 Stoffe weitere Informationen an; zudem schlossen die bewertenden Mitgliedstaaten die Nachbewertung für 7 Stoffe ab. Zusätzlich wurde die Bewertung für 14 Stoffe abgeschlossen (Abschlussdokumente veröffentlicht): Dabei wurde für 12 Stoffe empfohlen, weitere Risikomanagementmaßnahmen zu prüfen, während für 2 Stoffe die notwendigen Maßnahmen bereits umgesetzt waren (oder keine Maßnahmen erforderlich waren).
III. Weitere Informationsanfragen & Nachverfolgung
Bezüglich des Mechanismus zur Anforderung weiterer Informationen schloss ECHA im Jahr 2025 die Nachbewertung für 241 Stoffe ab. Bemerkenswert ist, dass etwa 70 % der Unternehmen die angeforderten ergänzenden Informationen an die Agentur übermittelt hatten; die verbleibenden 30 % der Fälle wurden zur Durchsetzung an die Mitgliedstaaten weitergeleitet. Nach Erhalt der ergänzenden Daten von den Unternehmen verwies ECHA über 15 % der Fälle an die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten mit der Empfehlung, weitere Risikomanagementmaßnahmen zu prüfen.



