Am 19. Juni 2026 unterzeichnete der Gouverneur von Rhode Island, Dan McKee, den Gesetzesentwurf H7734. Dieses Gesetz ändert das staatliche Verbraucher-PFAS-Verbotsgesetz von 2024. Die wichtigsten Änderungen werden im Folgenden zusammengefasst.
1. Neuer Mechanismus für Produktausnahmen
Der Direktor der Abteilung für Umweltmanagement (DEM) erhält die Befugnis, Ausnahmen für bestimmte Produkte oder Produktkategorien zu erteilen, sofern alle drei Bedingungen erfüllt sind:
- Das Produkt ist umweltfreundlich oder schützt die öffentliche Gesundheit/Sicherheit;
- Es ist keine technisch machbare PFAS-Alternative verfügbar;
- Es ist kein vergleichbares Produkt ohne PFAS zu einem angemessenen Preis erhältlich.
Vor der Gewährung einer Ausnahme muss der Direktor die benachbarten Bundesstaaten und regionalen Organisationen konsultieren, um eine einheitliche Regulierung zwischen den Bundesstaaten zu fördern. Ausnahmen können jeweils für Zeiträume von bis zu fünf Jahren verlängert werden.
2. Festgelegte Strafbeträge
- Allgemeine Verstöße (gültig ab 2027): Eine Geldstrafe von bis zu 1.000 US-Dollar für das erste Vergehen und bis zu 5.000 US-Dollar für jedes weitere Vergehen.
- Verstöße gegen Löschschaum der Klasse B: Bis zu 5.000 US-Dollar für das erste Vergehen und bis zu 10.000 US-Dollar bei wiederholten Verstößen.
3. Ausnahme für Spurenverunreinigungen in Kosmetika
Eine neue Bestimmung sieht vor, dass Spuren von PFAS in Kosmetika nicht als Verstoß gelten, wenn sie auf nicht beabsichtigte und unvermeidbare Ursachen bei der Produktion gemäß den regulatorischen Vorgaben zurückzuführen sind – wie etwa Verunreinigungen in natürlichen oder synthetischen Rohstoffen, Herstellungsprozessen, Lagerung oder Migration aus der Verpackung.
4. Präzisierte Bestimmungen zu Löschschaum und Schutzausrüstung für Feuerwehrleute
- Löschschaum der Klasse B: Ab 2025 ist der Einsatz und Verkauf von PFAS-haltigem Schaum für Schulungen und den Verkauf verboten. Ausnahmen gelten, wenn Bundesvorschriften dessen Verwendung vorschreiben, jedoch sind strenge Meldepflichten, Kontrollen und die Vermeidung von Freisetzungen in die Umwelt erforderlich. Endverbraucherstationen können eine vorübergehende Ausnahmegenehmigung von bis zu einem Jahr beantragen. Hersteller müssen verbotene Produkte zurückrufen und die Käufer bis zum 1. März 2025 entschädigen.
- Persönliche Schutzausrüstung (PSA) für Feuerwehrleute: Ab 2025 müssen Verkäufer den Käufern schriftlich mitteilen, ob die Ausrüstung PFAS enthält und aus welchen Gründen. Ab 2027 ist der Verkauf von Feuerwehrschutzausrüstung mit absichtlich zugesetzten PFAS verboten.
5. Klarstellung von Definitionen und Verbotszeitplänen
- Die Definition von „absichtlich zugesetzten PFAS“ wurde aktualisiert, um klarzustellen, dass auch Verarbeitungshilfsstoffe, Trennmittel oder Zwischenprodukte, die im Endprodukt nachgewiesen werden, als absichtlich eingebracht gelten.
- Der Verbotszeitplan wird bestätigt: allgemeine abgedeckte Produkte – 1. Januar 2027; Kunstrasen und Outdoor-Bekleidung für extreme Nässe – 1. Januar 2029 (letztere müssen mit „Hergestellt mit PFAS-Chemikalien“ gekennzeichnet sein).
- Der Verkauf von Gebrauchtprodukten unterliegt nicht dem Verbot.

