Japan NITE veröffentlicht GHS-Einstufungsergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 für 142 Stoffe

14. July 2026
Japan
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Am 3. Juli 2026 veröffentlichte das japanische Nationale Institut für Technologie und Bewertung (NITE) die GHS-Einstufungsergebnisse des Haushaltsjahres 2025 (Reiwa 7) der drei Ministerien — des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt (MHLW), des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) sowie des Umweltministeriums (MOE). In diesem Jahr wurden insgesamt 142 chemische Stoffe eingestuft, darunter 59 neu eingestufte und 83 neu bewertete und überprüfte Stoffe. Die Einstufungsergebnisse dienen Unternehmen als Referenz bei der Erstellung von Sicherheitsdatenblättern (SDB) und Kennzeichnungen.

Hinsichtlich der Stoffzusammensetzung bilden unter den 59 neu eingestuften Stoffen fluorierte und perfluorierte Verbindungen (PFAS) die größte Kategorie, darunter verschiedene Fluorharze und Fluormonomere wie Polyvinylidenfluorid (PVDF) und Polytetrafluorethylen (PTFE), sowie Schwermetallverbindungen wie Antimonoxid und dibasisches Bleiphthalat und Isothiazolinon-Konservierungsmittel wie CMIT. Unter den 83 neu bewerteten und überprüften Stoffen sind Lithiumverbindungen (z. B. Lithiumcarbonat und Lithiumhydroxid, meist im Zusammenhang mit Batteriematerialien) sowie Blei und seine Verbindungen besonders zahlreich, daneben auch Chromverbindungen wie Zinkchromat und Bariumchromat. Insgesamt spiegelt dies die weitere Verfeinerung der GHS-Einstufung für Stoffe wie PFAS, Schwermetalle und Lithiumsalze durch die japanischen Behörden wider.

Es ist zu beachten, dass die staatlichen GHS-Einstufungsergebnisse als Referenz für Unternehmen bei der Erstellung von Kennzeichnungen und SDB veröffentlicht werden und Unternehmen nicht verpflichten, identische Inhalte in inländischen Kennzeichnungen oder SDB in Japan zu übernehmen; Unternehmen können auf Basis anderer Literatur oder Testergebnisse abweichende Einstufungen vornehmen, tragen jedoch die entsprechende Haftung.

Die Verpflichtung zur Bereitstellung von SDB und Kennzeichnungen für Chemikalien in Japan leitet sich hauptsächlich aus dem Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzgesetz, dem Chemikaliengesetz und dem Gift- und Schädlingsbekämpfungsmittelgesetz (PDSCL) ab, und die entsprechende Einstufung sowie die Erstellung von SDB und Kennzeichnungen beziehen sich auf japanische Industriestandards wie JIS Z 7252 (GHS-Einstufung) und JIS Z 7253 (SDB und Kennzeichnungen). Die von NITE veröffentlichten GHS-Einstufungsergebnisse der drei Ministerien dienen Unternehmen als wichtige Referenz zur Erfüllung der oben genannten Compliance-Verpflichtungen.

 

 

ChemRadar Insights

Obwohl diese Einstufungsergebnisse nicht rechtsverbindlich sind, sind sie als autoritative, von Japans drei Ministerien anerkannte und technisch von NITE umgesetzte Einstufung von erheblichem Referenzwert für Chemieunternehmen, die nach Japan exportieren, bei der Erstellung von SDB und Kennzeichnungen. Insbesondere die neu hinzugekommenen PFAS und fluorierten Verbindungen sowie die neu bewerteten Lithium- und Bleiverbindungen entsprechen Stoffkategorien, die weltweit zunehmend strenger reguliert werden. Betroffene Unternehmen sollten sich auf folgende Aspekte konzentrieren:

1. Überprüfung der betroffenen Stoffe: Vergleichen Sie die Liste der 142 Stoffe dieses Jahres (konkrete Einstufungsergebnisse können über die stoffspezifischen Links auf der NITE-Website abgefragt werden), um zu prüfen, ob die eigenen Produkte und Rohstoffe diese Stoffe enthalten, mit besonderem Fokus auf PFAS und Fluorpolymere, Schwermetalle und Bleiverbindungen, Lithiumverbindungen (Batteriematerialien) und Isothiazolinone.

2. Vergleich und Aktualisierung von SDB und Kennzeichnungen: Für die betroffenen Stoffe vergleichen Sie die Einstufungen in vorhandenen SDB und Kennzeichnungen mit den NITE-Einstufungsergebnissen; bewerten Sie bei Abweichungen anhand der vorliegenden Testergebnisse und Literatur, ob eine Aktualisierung der Einstufung sowie der entsprechenden Gefahrenpiktogramme, Signalwörter, Gefahrenhinweise und Sicherheitshinweise erforderlich ist.

3. Verständnis des „Referenz- statt Pflichtcharakters": Unternehmen können auf Basis eigener Daten von der NITE-Einstufung abweichende Einstufungen vornehmen, müssen jedoch selbst die Compliance-Haftung tragen; für Stoffe ohne ausreichende Testergebnisse ist die direkte Übernahme der NITE-Einstufungsergebnisse eine Möglichkeit, das Risiko einer fehlerhaften Einstufung zu reduzieren, und stellt die vorsichtigere Wahl dar.

4. Beachtung der Schnittstelle zu JIS-Standards: Diese Einstufung basiert technisch auf aktuellen JIS-Standards wie JIS Z 7252 und JIS Z 7253. Bei der Erstellung von SDB und Kennzeichnungen für Japan sollten Unternehmen gleichzeitig die entsprechenden JIS-Anforderungen erfüllen, um die Einhaltung von Format und Inhalt sicherzustellen.

5. Verfolgung weiterer Entwicklungen: Japans GHS-Einstufung der drei Ministerien wird einmal jährlich veröffentlicht, und das Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzgesetz, das Chemikaliengesetz und andere Gesetze werden regelmäßig überarbeitet, um die Listen der Stoffe mit SDB- und Kennzeichnungspflicht zu aktualisieren; es wird empfohlen, einen normalisierten Überwachungsmechanismus einzurichten, um über Einstufungsaktualisierungen und regulatorische Änderungen auf dem Laufenden zu bleiben.

 

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