Am 17. Juli 2026 gab das Office of Environmental Health Hazard Assessment (OEHHA) unter der California Environmental Protection Agency einen Hinweis heraus, dass vier Substanzen—Hydrochlorothiazid, Voriconazol, Tacrolimus und Schweißrauche—in die Karzinogenliste gemäß dem Safe Drinking Water and Toxic Enforcement Act (allgemein bekannt als Proposition 65) aufgenommen wurden.
Drei Arzneimittel hinzugefügt
Die drei neu als Karzinogene aufgeführten Arzneimittel sind alle klinisch häufig verwendete Medikamente:
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Arzneimittelname |
Generischer Name |
Hauptanwendung |
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Hydrochlorothiazid |
Hydrochlorothiazid (HCTZ) |
Diuretikum, weit verbreitet zur Behandlung von Bluthochdruck und Ödemen |
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Voriconazol |
Voriconazol (VRCZ) |
Breitband-Antimykotikum, eingesetzt bei invasiven Pilzinfektionen |
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Tacrolimus |
Tacrolimus (TAC) |
Immunsuppressivum, eingesetzt zur Abstoßungsprophylaxe nach Transplantation und bei Autoimmunerkrankungen |
Schweißrauche gleichzeitig hinzugefügt
Neben den drei Arzneimitteln wurden auch Schweißrauche in die Liste aufgenommen. Schweißrauche sind Gemische aus Metalloxidpartikeln, die beim Schweißen entstehen. Mehrere epidemiologische Studien haben bestätigt, dass eine langfristige Exposition gegenüber hohen Konzentrationen von Schweißrauchen das Risiko für Lungenkrebs und andere Krebserkrankungen bei Arbeitern erhöht.
Auswirkungen auf Unternehmen
Gemäß California Proposition 65 müssen alle in Kalifornien tätigen Unternehmen klare und angemessene Warnhinweise anbringen, wenn ihre Produkte, Räumlichkeiten oder Emissionen aufgeführte Chemikalien in Konzentrationen enthalten, die über dem Sicherheitsschwellenwert liegen, und die Verbraucher oder Arbeiter darüber informieren, dass der Stoff Krebs oder Fortpflanzungsschäden verursachen kann.
Warnungen können auf verschiedene Weise erfolgen, z. B. durch Anbringen von Etiketten auf Verbraucherprodukten, Aushängen von Hinweisen an Arbeitsplätzen, Verteilen von Mitteilungen in Mietwohnanlagen oder Veröffentlichen von Ankündigungen in Zeitungen. Die Warnpflicht tritt ein Jahr nach der Aufnahme des Chemikals in die Liste in Kraft.
Darüber hinaus verbietet die Proposition ausdrücklich, dass Unternehmen im Rahmen ihrer Tätigkeiten in Kalifornien wissentlich und vorsätzlich aufgeführte Chemikalien in Gewässer einleiten, die Trinkwasserquellen werden könnten. Ab dem Datum der Aufnahme des Chemikals müssen Unternehmen innerhalb von zwanzig Monaten Emissionskontrollmaßnahmen abschließen, um die vollständige Einhaltung dieses Verbots sicherzustellen.
Alle Stoffe gemäß Proposition 65 können über ChemRadar GCIS abgefragt werden:
https://www.chemradar.com/en/tools/cis/inv/64924a20e7fff39f787f1b0d?utm_medium=gcis&utm_campaign=cis

