Am 30. Juni 2026 veröffentlichte das südkoreanische Ministerium für Beschäftigung und Arbeit (MoEL) die Namen, Gefahren und Risiken von 74 neuen chemischen Stoffen, die im zweiten Quartal 2026 in Südkorea hergestellt oder importiert wurden, sowie die Arbeitsplatzmaßnahmen, die ergriffen werden müssen, um Gesundheitsschäden für Arbeitnehmer zu verhindern. Es erließ auch Anforderungen an die betroffenen Herstellungs- und Importunternehmen, um Schäden für die Gesundheit der Arbeitnehmer zu verhindern, einschließlich der Verwendung persönlicher Schutzausrüstung und der Installation lokaler Absaugung.
Gemäß Artikel 108 des südkoreanischen Arbeitsschutzgesetzes (KOSHA Act) müssen Hersteller oder Importeure neuer chemischer Stoffe dem MoEL 30 Tage vor dem Datum der Herstellung oder des Imports einen Gefahren- und Risikobewertungsbericht vorlegen. Von den diesmal veröffentlichten 74 neuen chemischen Stoffen wurde bei 43 Stoffen, darunter 1,4-Dioxan-2-on und 1,2-Disilylethan, bestätigt, dass sie Gefahren und Risiken wie akute Toxizität, Hautkorrosion, schwere Augenschädigung, entzündbare Feststoffe sowie Stoffe und Gemische, die bei Kontakt mit Wasser entzündbare Gase freisetzen, aufweisen. Die Gefahreneinstufungen basieren auf den südkoreanischen GHS-Einstufungskriterien, die auf der Grundlage der von den meldenden Unternehmen vorgelegten Toxizitätsdaten vorgenommen wurden.
Das MoEL hat die betroffenen Unternehmen über die erforderlichen Compliance-Maßnahmen informiert. Arbeitgeber müssen auf der Grundlage der diesmal veröffentlichten Gefahren- und Risikoinformationen ihre chemischen Managementsysteme am Arbeitsplatz einrichten oder aktualisieren; Sicherheits- und Gesundheitsschulungen durchführen, die auf die Eigenschaften der gehandhabten Chemikalien zugeschnitten sind; persönliche Schutzausrüstung wie Atemschutz, Schutzhandschuhe und Schutzbrillen bereitstellen; und lokale Absaugungen in Bereichen installieren, in denen gefährlicher Staub, Nebel und Dampf entstehen. Die örtlichen Büros des MoEL werden Aufsichtsinspektionen zur Umsetzung dieser Arbeitnehmerschutzmaßnahmen durchführen.
ChemRadar Einblicke
Mehr als die Hälfte (43) der diesmal veröffentlichten 74 neuen chemischen Stoffe weisen eindeutige Gesundheitsgefahren auf; Unternehmen, die Chemikalien nach Südkorea exportieren, müssen die KOSHA-Neuartstoffmeldung und den Arbeitsschutz am Arbeitsplatz in ihre Compliance-Prioritäten aufnehmen. Betroffenen Unternehmen wird empfohlen:
1. Liste umgehend prüfen: Überprüfen Sie anhand der Liste von 74 neuen chemischen Stoffen, die der MoEL-Bekanntmachung Nr. 2026-337 beigefügt ist, ob die von ihnen in Südkorea hergestellten oder importierten Produkte enthalten sind, mit besonderem Augenmerk auf die Einstufungsinformationen der 43 gefährlichen Stoffe.
2. Vorabmeldeverpflichtungen erfüllen: Unternehmen, die in Südkorea neue chemische Stoffe herstellen oder importieren möchten, müssen dem MoEL 30 Tage vor dem Datum der Herstellung oder des Imports einen Gefahren- und Risikobewertungsbericht vorlegen; ausländische Unternehmen sollten rechtzeitig einen koreanischen Alleinvertreter (OR) beauftragen, um das Verfahren abzuwickeln.
3. Arbeitsschutz umsetzen: Verbessern Sie für die 43 gefährlichen Stoffe die Sicherheitsdatenblätter und Kennzeichnungen gemäß der GHS-Einstufung und unterstützen Sie diese durch Arbeitnehmerschulungen, Bereitstellung persönlicher Schutzausrüstung und technische Maßnahmen wie lokale Absaugung, um auf Aufsichtsinspektionen der örtlichen Arbeitsbehörden reagieren zu können.
4. Chemisches Managementsystem einrichten: Integrieren Sie diese Bewertungsergebnisse in das chemische Management des gesamten Lebenszyklus des Unternehmens und verfolgen Sie kontinuierlich die vom MoEL veröffentlichten vierteljährlichen Bewertungsaktualisierungen.



